Anschlag auf DITIB Moschee in Ahrensburg

In der Nacht vom 10. Zum 11. Mai wurde durch unbekannte Angreifer ein Anschlag auf das Gebäude der DITIB Gemeinde in Ahrensburg verübt. Es wurden zwei Fenster eingeschlagen sowie Nazisymbole an die Wände geschmiert.

Der Imam der Moschee, dessen Wohnung sich in dem gleichen Gebäude befindet, bemerkte den Angriff am Morgen, als er sich zum Morgengebet in die Moscheeräume begab.

Der Angriff kurz nach dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten beunruhigt die Gemeinde besonders, da er zudem in eine Zeit fällt, wo deutschlandweit diffamierende und feindselige Aktionen gegen Moscheen durchgeführt werden, wie zuletzt von der rechtsextremistischen Partei ProNRW in Nordrhein-Westfalen. Zudem reiht er sich in eine Reihe von Angriffen auf Moscheen auch in Norddeutschland ein.

Unter anderem erhielt die DITIB-Nord Moschee in Hamburg-Barmbek eine dubiose DVD, welche laut Sicherheitsbehörden von der „Zwickauer Terrorzelle“ stammte. In der DITIB Moschee in Hamburg Billstedt gingen Drohbriefe ein, die gezielt die Kinder als Ziele definierten und dadurch besondere Unruhe bei Eltern sowie Verantwortlichen auslösten. Nicht zuletzt gab es in der Silvesternacht einen Brandanschlag auf die DITIB-Nord Zentrumsmoschee in Hamburg-Hamm.

 

 

DITIB-Nord ist bezüglich der Drohungen und Anschläge aufs höchste besorgt und verurteilt die Angriffe aufs schärfste. Insbesondere dem Imam, der sich während des Angriffes in dem Gebäude aufhielt, und auch allen Gemeindemitgliedern unserer Moschee in Ahrensburg bezeugen wir unsere Solidarität.

Die Moschee in Ahrensburg war erst kürzlich von den bisherigen unscheinbaren Räumlichkeiten, die sich im 2. Obergeschoss eines Wohnblocks befanden, in die neuen Räumlichkeiten umgezogen. Die Renovierungsarbeiten der Moschee sind noch nicht abgeschlossen.

Wir betonen besonders, dass diese Angriffe uns nicht davon abhalten werden, unsere Moscheen sichtbarer zu gestalten. Ein offener Dialog war und bleibt unsere Prämisse. Wir werden unsere Moscheen auch in Zukunft als Orte der Begegnung allen Besuchern öffnen und uns nicht von unserem Weg der Toleranz und des Dialoges abbringen lassen. 

DITIB-Nord: Der Vorstand