Beileidsbekundung: Schweres Grubenunglück in Soma/Türkei

Wir trauern um die 282 Arbeiter, welche bei dem schwersten Grubenunglücke in der Geschichte der Türkei am 13. Mai in der Kleinstadt Soma ihr Leben verloren haben. Unsere Gebete sind mit den fast hundert eingeschlossenen, auch wenn die Hoffnungen schwinden, so erbitten wir von Allah, dass möglichst viele noch lebend geborgen werden können.

Den Leid der Familien, ihren Schmerz können wir nur erahnen. Unsere Gebete sind mit ihnen. Den in dem Bergwerk in Soma verstorbenen Märtyrern erbitten wir Allah`s Segen und Barmherzigkeit, den hinterbliebenen bekunden wir unser Beileid. Den verletzten Arbeitern wünschen wir baldige Genesung und halten unsere Hoffnung aufrecht, dass die Verschütteten noch lebend geborgen werden können.

Wir erwarten, dass die Ursache für das Unglück lückenlos aufgedeckt und alles menschenmögliche getan wird, damit sich so ein tragisches Ereignis nicht widerholt. Möge dieses Unglück in Soma Anlass geben, das Thema der Arbeitsplatzsicherheit intensiver zu diskutieren und gebührend zu berücksichtigen. Der Schutz und die Bewahrung des Lebens eines jeden Menschen steht über allem Anderen. Bisweilen ermahnen wir, angesichts des Leidens der Betroffenen die Rettung und Versorgung zur Priorität zu setzen und diese Tragödie nicht für politische Zwecke zu instrumentalisieren. 

Die DITIB wird als Zeichen der Anteilnahme und der Solidarität mit den Märtyrern des Grubenunglücks und ihrer Familien am Donnerstag, den 15. Mai bundesweit in allen DITIB Moscheen Koranrezitationen und Bittgebete organisieren. Während des Freitagsgebetes werden nach dem Gottesdienst zum Gedenken der Märtyrer von Soma gemeinsame Gebete gesprochen und Hatim-Zeremonien (Koranrezitationen zum Gedenken an die Versorbenen) abgehalten.

Unser Beileid gilt den Familien der Opfer, unsere Gebete sind mit den Verstorbenen. Möge Allah die Menschheit in Zukunft vor solchen Tragödien schützen.

Vorstand DITIB Nord