"Brunnen der Religionen" in Hamburg eröffnet

DITIB unterstützt die internationale Gartenschau 2013. Neben islamischen, christlichen, jüdischen, buddhistischen und hinduistischen Gärten steht die gemeinsame Mitte für  das Miteinander der Religionen. Bei der Einweihung des Brunnens trafen sich hochrangige Vertreter der fünf Weltreligionen.

"Brunnen der Religionen" in Hamburg eröffnet

Der nördliche Teil des Parkgeländes der internationalen Gartenschau nimmt immer mehr Gestalt an: Der gemeinsame Brunnen der Religionen wurde von Jutta Blankau, Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Heiner Baumgarten, Geschäftsführer der internationalen gartenschau hamburg (igs 2013), den Vertretern der fünf großen Glaubensgemeinschaften und Gästen aus den Religionsgemeinschaften und dem Stadtteil eingeweiht.

Am 9. Mai 2011 wurde der Brunnen als Mittelpunkt mit dem verbindenden Element von fünf spirituellen Gärten, die für die Internationale Gartenschau Hamburg 2013 gestaltet werden eröffnet. Christen, Juden, Muslime, Buddhisten und Hindus warfen am Montag Rosenblätter in den Brunnen, ehe die fünf Fontänen in Betrieb genommen wurden.

Der Brunnen bildet das Zentrum von fünf individuell gestalteten Gärten, die die fünf Weltreligionen – Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum – seit 2008 gemeinsam mit der igs 2013 planen und gestalten. Er symbolisiert damit das Verbindende und Vielfältige der Kulturen und setzt ein Zeichen für Respekt und Toleranz.
Für die Einweihung des Brunnens waren hochrangige Vertreter der fünf Weltreligionen gekommen.

  • für die Muslime: Dr. Zekeriya Altug, Vorsitzender der DITIB:
  • für die Christen beider Konfessionen: Erzbischof Dr. Werner Thissen vom Erzbistum Hamburg
  • und Propst Jürgen F. Bollmann von der Nordelb. Ev.-Lutherische Kirche,
  • für die Buddhisten: Oliver Petersen vom Tibetischen Zentrums Hamburg, 
  • für die Hindus: Professor Dr. Ravindra Dave, ehemaliger Direktor des UNESCO-Instituts in Hamburg,
  • für die Juden: Andreas Wankum, Vorsitzender des Förderkreises der jüdischen Josef-Carlebach-Schule

Der Garten liegt in der „Welt der Religionen“, eine der sieben Themenwelten der Gartenschau, die vom 26. April bis 13. Oktober 2013 in Hamburg-Wilhelmsburg stattfindet.

Die Themen der Gärten:

  • Muslime: Gärten bzw. die Vielfalt der Natur sind Abbilder des Paradieses! Mit dieser Koranaussage, wollen die Muslime auf die gottgewollte Vielfalt und das Miteinander aufmerksam machen. Das Wasser ist als Ursprung des Lebens und der Vielfalt sowie als Symbol für Reinheit und Barmherzigkeit zentrales Element.
  • Juden: Erinnern an die Wanderung durch die Wüste und den Einzug in das gelobte Land Kanaan.
  • Christen: Führen die Besucher von der Geburt über die Taufe, Konfirmation und Kommunion,
    über die Trauung und den Tod zur Auferstehung.
  • Hindus: Lassen heilige Belbäume und Tulispflanzen blühen.
  • Buddhisten: Geleiten ihre Besucher in Räume der Stille für gemeinsame Meditation, Geistesschulung und heilsame Handlungen.

Weitere Informationen und Bilder finden sie auf der Seite der igs.

Hier geht es zu Igs Homepage


"Der Islam gehört auch zu Hamburg!"

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz bei DITIB-Nord:

Bürgermeister Olaf Scholz, Bischof Dr. Jaschke und Generalkonsul Öztürk mit dem
Gastgeber Dr. Altu?, dem Religionsattachee Dr. Y?lmaz und der Abgeordneten Özo?uz

Beim traditionellen Iftar-Empfang der DITIB-Nord am 23. August 2011 in der DITIB-Zentrumsmoschee nahmen neben dem Ersten Bürgermeister von Hamburg Herrn Olaf Scholz auch der Generalkonsul der Türkei Devrim Öztürk, die Beauftragte für Kultur und Minderheiten der Landesregierung Schleswig-Holstein Carolline Schwarz, der Konsul der USA Len Martin, Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke (kath. Kirche), der Dialogbeauftragte Dr. Detlef Görrig (ev. Kirche Nord), die Bundestagsabgeordneten Aydan Özoguz und Johannes Kahrs, Mehrer Konsularvertreter und Attachee`s, die Bürgerschaftsabgeordneten und Politiker Metin Hakverdi, Bettina Machaczek, der ehemalige Kultursenator Reinhard Stuth, mehrere lokale Politiker, Vertreter der muslimischen Verbände in Hamburg Mustafa Yolda?, Ramazan Uçar, Muammer Toklu, Religionsbeauftragte und Vorstände der DITIB Vereine und viele Gäste aus Religion und Gesellschaft.

 

Olaf Scholz
(ErsterBürgermeister von Hamburg)
Dr.ZekeriyaAltu?
(Vorsitzender DITIB-Nord)

Bei seiner Begrüßungsrede betonte der Vorsitzende von DITIB-Nord Dr. Zekeriya Altu?, daß die Muslime nach 50 Jahren mittlerweile in unverzichtbarer Teil der Gesellschaft geworden sind und ihren Platz und ihre Verantwortung in der Gesellschaft einnehmen wollen. Hierfür sei es aber nötig, daß die Toeranz der letzten Jahrzehnte, die man sich gegenseitig entgegenbringt zur Akzeptanz führt und die muslimischen Verbände endlich als Religionsgemeinschaften anerkannt werden sollen.

Die Gäßte hören die Koranrezitation vom Religionsattachee Dr. Ömer Y?lmaz

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz dankte in seiner Rede für die Einladung und betonte, daß die Muslime in Hamburg in guter Nachbarschaft und Freundschaft ein Teil der Gesellschaft geworden sind. Der Bundespräsident habe richtig gesagt, daß der Islam zu Deutschland gehöre. Olaf Scholz sprach weiter: "Der Islam gehört auch zu Hamburg!". Olaf Scholz informierte, daß die Gespräche mit den Vertretern der Muslime am 15. September weitergeführt werden."

Nach den Grußworten von Weihbischof Dr. Jaschke (kath. Kirche), Dr. Görrig (ev. Kirche) und Devrim Öztürk (Generalkonsul der Türkei) wurde das Iftaressen mit dem Gebetsruf eingeleitet, welches von dem Imam aus Elmshorn Sabri Demirden vorgetragen wurde. Nach dem Essen sprach der DITIB-Nord Vorsitzende (Landesverband Schleswig-Holstein) ein emotionales Tischgebet.


Ministerpräsident Harry Carstensen beim Iftar von DITIB und TGS-H

Die DITIB Ulu Moschee in Kiel und die Türkische Gemeinde Schleswig-Holstin gaben am 24. Augsut 2011 einen gemeinsamen Iftarempfang. Unter den zahlreichen Gästen aus Gesellschaft und Politik war unter anderem Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Harry Carstensen, der Integrationsbeauftragte des Landes Peter Lehnert sowie die stellvertretende Generalkonsulin der Türkei Frau Canan Ünal.

Ministerpräsident Harry Carstensen und der Integrationsbeauftragte Peter Lehnert mit den Gastgebern
Sedat ?im?ek und Dr. Cebel Küçükkaraca

Bei seiner Grußrede bedankte sich Herr Carstensen für die Einladung und betonte, daß die Gemeinsamkeiten der Religionen größer sind als die Unterschiede. Hierfzu gab er mehrere Beispiele aus Koran und Bibel. Sedat ?im?ek, der Vorsitzende von DITIB-Nord betonte in seiner Ansprache, daß der Ramadan nicht nur den einzelnen zu mehr körperlicher und geistlicher Disziplin und Geduld anregen soll, sondern daß auch Solidarität mit Bedürftigen und auch der Zusammenhalt und das Miteinander in der Gesellschaft gestärkt würden. Das beste Beispiel hierfür seien diese gemeinsamen Veranstaltungen. Weiterhin forderte Sedat ?im?ek, daß auch Schleswig-Holstein endlich Gespräche bezüglich der Anerkennung als Religionsgemeinschaft aufnehmen solle.

Sedat ?im?ek
(VorsitzenderDITIB-Nord)
Dr.CebelKüçükkaraca
(Vorsitzender TGS-H)

Dr. Cebel Küçükkaraca betonte in seiner Begrüßungsrede, daß gemeinsame Veranstaltungen wie diese die gegenseitige Toleranz und Akzeptanz fördern und die Anwesenheit bei religiösen Veranstaltungen von Andersgläubigen ein Zeichen des Respekts und der Anerkennung der Kultur und Traditionen der Anderen darstelle. Der Religionsbeauftragte der DITIB Ulu Moschee Imam Osman Özkan leutete den Iftar mit dem Gebetsruf (Ezan) ein. Der Abend wurde durch türkische Musik von der Gruppe Royal begleitet.

Ihr DITIB-Nord Team