DITIB Jahresversammlung: Offensive in Frauen- und Jugendarbeit

Das jährliche Treffen der über 900 DITIB Gemeinden wurde dieses Jahr an drei Standorten durchgeführt. Die Gemeinden aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Berlin kamen am Samstag, den 23. Juni 2012 in Hannover zusammen, um gemeinsam mit dem Bundesverband eine Bilanz der Aktivitäten des letzten Jahres zu ziehen und gemeinsam die Strategie und Ziele der nächsten Jahre zu diskutieren. Das Treffen, an der etwa 300 Teilnehmer (Vorstandsvorsitzende und Religionsbeauftragte) aus den 140 Gemeinden im Norden zusammenkamen, wurde mit einer Koranrezitation eröffnet.

Prof.Dr. Ali Dere, Vorstandsvorsitzender der DITIB, betonte in seiner Eröffnungsrede die Wichtigkeit des Dialogs und der Rücksprache mit den Gemeinden und würdigte das ehrenamtliche Engagement sowohl der Vorstandsmitglieder als auch aller aktiven DITIB Mitglieder, sowie deren Einsatz und Enthosiasmus. Er merkte an, dass die DITIB Gemeinde den Blick nicht auf das richtet, was geschafft sei, sondern selbstkritisch auf das, was noch zu tun ist. Dabei versuche die DITIB entsprechend der Aufforderung unseres Prophet n Muhammed (s.a.v.) im Bestreben und der Zielsetzung gemeinsamer Ethik und universeller Menschenrechte und der Wahrung der Würde des Menschen,  gutes zu tun, mit allen Menschen und Gruppen zusammenzuarbeiten, unabhängig von ihrem Glauben oder ihrer Weltanschauung.

 

Neue Satzung für DITIB Gemeinden

Im Folgenden stellte der stellvertretende Vorsitzende Dr. Zekeriya Altu? die in Kooperation mit den Gemeinden und Landesverbänden der DITIB entwickelte neue Satzung vor und erläuterte die strukturellen Änderungen, welche mit der neuen Satzung angegangen werden. Dr. Altu? betonte, dass die DITIB ihrer Verantwortung für die nachkommenden Generationen und für die gesellschaftliche Zukunft in Deutschland bewusst sei und seine Arbeit nicht mehr nur innerhalb der eigenen Gemeinde verstehen kann und darf. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, enthalte die neue Satzung viele Neuerungen, wie die Schaffung von Jugend-, Frauen-, Senioren- und Elterngruppen und eine neu eingeführte Frauenquote im Vorstand.

Anschliessend wurde den Gemeindevorständen und Religionsbeauftragten die Möglichkeit zur Stellungnahme und zum Austausch gegeben und Fragen der Teilnehmer von Vertretern des DITIB Vorstandes beantwortet.

MIt der Ansprache von Sedat ?im?ek, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Schleswig-Holstein, über die Aktivitäten von DITIB-Nord, wurde das Treffen beendet.

Die Gemeinden aus Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen kamen am 30. Juni 2012 in Karlsruhe mit der gleichen Tagesordnung zusammen. Das letzte Treffen dieser Reihe fand schließlich am 01. Juli in Leverkusen statt.

Die Teilnehmer zeigten sich erfreut von dem Treffen. Der Vorstandsvorsitzende Prof.Dr. Ali Dere betonte, dass man in Zukunft den Austausch mit den Gemeinden noch intensiver suchen werde.