Hamburg traf sich bei DITIB Nord zum Iftar

Auch in diesem Jahr sind im Hause DITIB Nord viele Persönlichkeiten aus Politik, Religion, Wissenschaft und Gesellschaft zusammengekommen. Unter den 140 werten Gästen, durften wir als Ehrengast Herrn Senator Detlef Scheele begrüßen, der die stets gute Zusammenarbeit mit der DITIB würdigte und in diesem Zusammenhang auch ihre Mitwirkung im Integrationsbeirat honorierte.

Dem Bilde Hamburgs Rechnung tragend, machte Senator Scheele darauf aufmerksam, dass bereits ein großer Anteil der Hamburger Kinder einen Migrationshintergrund hat und diese Vielfalt wichtig für unsere Stadt ist. In diesem Zusammenhang danken wir für ihre wertvollen Worte auch unseren anderen Ehrengästen, Herrn Dr. Detlef Görrig (Referent für interreligiösen Dialog im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland), Herrn Pater Dr. Richard Nennstiel (Dominikanisches Institut für christlich-islamische Geschichte) und Herrn Prof. Dr. Wolfram Weiße (Direktor der Akademie der Weltreligionen).

Sowohl Dr. Görrig als auch Prof. Dr. Weiße brachten die Signifikanz des interreligiösen Dialogs zum Ausdruck, mit der Hoffnung auf eine weitere gute Zusammenarbeit fortzuführen. Pater Dr. Nennstiel ging auf gemeinsamkeiten in den Religionen ein und betonte, dass man die Unterschiede, wie  auch im Koran erwähnt, als Bereicherung verstehen solle.

Ein weiterer wichtiger Gast war der neue Generalkonsul der Republik Türkei, Herr Fatih Ak, welcher unseren Empfang am ersten Tag in seinem neuen Amt beehrt hat. Mit seiner Begrüßung zeigte sich Herr Ak über die bevorstehende Amtszeit voller Zuversicht.

Als Gastgeber und Vorsitzender der DITIB Nord in Hamburg knüpfte auch Herr Dr. Zekeriya Altug an der Zusammenarbeit, dem Miteinander an und dankte dem Senat und der Bürgerschaft sowie allen religiösen Gemeinschaften insbesondere für ihren Einsatz um den Staatsvertrag, der erstmals eine vertragliche Basis für die Gleichberechtigung der Muslime geschafft hat. In diesem Kontext ist das Augenmerk für die DITIB auch auf die Gleichberechtigung von Mann und Frau gerichtet, welche Herr Dr. Altug dadurch betonte, dass die DITIB in den letzten Jahren – nicht zuletzt durch strukturelle Verankerungen - starke Änderungen vorgenommen hat, die diesem Grundsatz Rechnung tragen. Ebenso referierte Herr Dr. Altug über die Beziehung zwischen Islam und Demokratie und betonte, dass Gott den Menschen in Würde und mit freiem Willen erschaffen hat. "Somit sind die Meinungsfreiheit sowie die Würde des Menschen als gottgegebenes Recht unantastbar!" so Herr Dr. Altug weiter.

Im Sinne des Ramadan, wurde der Iftar-Empfang mit köstlichem Essen, begleitet von harmonischen Neyflöten-Klängen von dem Sufimusiker Enis Arslan, abgerundet.