Iftarempfänge von DITIB Nord hatten großen Zulauf

Die DITIB Nord lud am Freitag, den 4. Juli und am Sonntag, den 6. Juli verschiedene Gäste zum Iftarempfang ein. An beiden Tagen kamen insgesamt über 250 Gäste sowohl aus den Gemeinden, als auch aus Religion, Geselllschaft und Politik, sowie Vertreter von Behörden und verschiedensten Vereinen zusammen.

Staatsministerin Frau Aydan Özoğuz war als Ehrengast gekommen und betonte in ihrer Grußrede, die Bedeutung des Monats Ramadan für die Muslime und drückte gleichzeitig ihr Bedauern darüber aus, dass leider diese so wichtige und besinnliche Zeit in der westlichen Gesellschaft zu eindimensional wahrgenommen wird und nur mit dem Verzicht auf das Essen und Trinken identifiziert wird. Dabei biete der Monat viel mehr, Es sei eine Zeit der inneren Einkehr und Vervollkommnung, so die Staatsministerin.

Die zweite Bürgermeisterin von Hamburg, Frau Dr. Dorothee Stapelfeldt bedankte sich für die Einladung und betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung der Muslime für die Stadt Hamburg. Weiterhin sprachen Weihbischof Dr. Hans Jochen Jaschke sowie Pastor Axel Matyba Grußworte und betonten den interreligiösen Dialog und würdigten die Bedeutung der Zusammenarbeit. Der türkische Generalkonsul ging in seiner kurzen Ansprache auf die bevorstehende Schließung der Lehrerausbildung für die türkische Sprache in Hamburg ein und betonte, dass dies nicht nur ein Verlust für die hier lebenden türkischstämmigen Bürger/innen sei.

Der zweite Vorsitzende von DITIB Nord Sedat Şimşek hatte zuvor in seiner Grußrede ebenfalls auf das Thema hingewiesen und betont, dass dieser Schritt auch für Hamburg als weltoffene Stadt ein Verlust sein wird und dass die türkischen Bürger/innen die Entwicklung mit höchster Sorge verfolgen. Auch positives gab es an diesem Abend zu berichten. Der zweite Vorsitzende Şimşek ging auf die Annahme des neuen Staatsbürgerschaftsgesetzes ein und betonte, dass dieses ein Schritt in die richtige Richtung sei. Dennoch sei das Gesetz auch in seiner jetzigen Form unzureichend, da mit der Stichtagsregelung immer noch viele junge Deutsche mit türkischer Abstammung diskriminiert werden. Der erste Vorsitzende von DITIB Nord, Dr. Zekeriya Altuğ verkündete an diesem Abend seinen baldigen Abschied aus Hamburg nach fünfeinhalb Jahren.

Er werde ab August zurücktreten und in Zukunft beim Bundesverband in Köln als Abteilungsleiter für Auswärtige Beziehungen tätig sein erklärte Herr Dr. Altuğ in seiner kurzen Abschiedsrede. Auch wenn der Abschied aus seiner Heimat Norddeutschland schwer fällt, so freue er sich, dass er weiterhin für DITIB mit neuer Tätigkeit und neuer Verantwortung tätig sein kann. Der Vorstand von DITIB Nord dankte Herrn Altuğ für seine Dienste und überreichte ihm eine Ehrentafel als Erinnerung an Hamburg. Der Abend fand seinen Ausklang mit dem Iftar und geselligem Beisammensein, den der Attachee für Religonsangelegenheiten und Leiter des Religionsrates von DITIB Nord Zekeriya Bülbül mit einer kurzen Rede und einem Gebet einleitete.

Beim Iftarempfang am Sonntag, den 6. Juli wurden neben Herrn Altuğ neun Imame verabschiedet, deren fünfjährige Dienstzeit bei DITIB Nord ab August enden wird. DITIB Nord bedankte sich bei ihnen jeweils mit einer Ehrentafel als Erinnerung für ihren Einsatz in den letzten fünf Jahren.