Iftarempfang im Bundesaußenministerium

Erstmals hat Außenminister Westerwelle zum Iftar in die Willa Borsig in Berlin (Gästehaus des Außenministeriums) eingeladen. Gekommen sind neben dem emiratischen Außenminister Scheich Abdullah bin Zayed Al Nahyan viele Botschafter der islamischen Welt, unter ihnen auch Hüsyin Avni Karsl?o?lu (Botschafter der Türkei) sowie Vertreter von Muslimen.

Dr. Zekeriya Altug, der im Namen des DITIB Bundesverbandes am Empfang teilnahm, zeigte sich erfreut, dass zum ersten mal in Deutschland ein Bundesminister zu einem Iftarempfang eingeladen hat und drückte seine Hoffnung aus, dass hieraus eine neue Tradition entsteht und auch andere Institutionen diesem Beispiel folgen. Weiterhin sagte Dr. Zekeriya Altug: "Begegnungen wirken der gesellschaftlichen Polarisierung entgegen. Es ist Tradition, dass unsere nichtmuslimischen Nachbarn und Freunde unsere Iftarempfänge in den Moscheen beehren und in dieser für uns wichtigen Zeit unser Brot, unsere Freuden aber auch unser Leid mit uns teilen. Umso erfreulicher ist es, dass diesmal auf Ebene eines Bundesministeriums ein Empfang für Vertreter der Muslime gegeben wurde. Dieses wird unser Zusammengehörigkeitsgefühl in Deutschland stärken und ist geeignet, zur Normalität des muslimischen Lebens beizutragen."

Auch der Außenminister betonte in seinen Begrüßungsworten, dass gerade die Verschiedenheit eine Chance für ein vertrauensvolles Miteinander sei: " Darum ist der Ramadan auch eine ideale Zeit, um Menschen zusammen zu bringen und in den Dialog miteinander zu treten." Die Einladung  zum gemeinsamen Fastenbrechen sei in diesem Sinne auch eine Geste des Respekts und der Begegnung. Der Außenminister gedachte aber auch all jenen Menschen muslimischen Glaubens, die das Fest nicht in Frieden feiern können und sprach somit den Anwesenden aus dem Herzen. "Ihnen gilt unser besonderes Mitgefühl, insbesondere denen, die den Verlust von Angehörigen zu beklagen haben", so der Minister weiter.