Jerusalem/ Al-Kuds ist das Erbe aller Muslime und der gesamten Menschheit

Köln, 11.12.2017: Die DITIB hat die Entscheidung, entgegen der UN-Resolution die Stadt Jerusalem/ Al-Kuds als alleinige Hauptstadt Israels zu deklarieren, mit größter Besorgnis aufgenommen. Die einseitige Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt von Israel, trotz der vielen weltweiten Appellen, ist kontraproduktiv für den Friedensprozess.

Die Stadt Jerusalem/ Al-Kuds ist die einzige Stadt, die allen drei Weltreligionen – Judentum, Christentum und Islam – heilig ist. Für die Muslime ist die Al-Aksa Moschee in Jerusalem die erste Kible, zu der die Gläubigen sich beim Gottesdienst orientierten, bevor die Kaba diese Funktion übernahm. Die Stadt, die im Koran Erwähnung findet, ist neben den Muslimen auch den Juden und Christen heilig. Jerusalem/ Al-Kuds ist gemeinsames Erbe aller Menschen und stellvertretend für das Miteinander der abrahamitischen Religionen. Wir Gläubige dürfen uns nicht auseinander dividieren lassen. Hass und Gewalt darf nicht die Antwort auf die Provokation sein. Die Solidarität mit Palästina und die Sorge um die heilige Stätte darf nicht durch Zorn und Anfeindung gegenüber unseren jüdischen Mitbürgern geschmälert werden.

Es ist Aufgabe aller Verantwortlichen, sich jetzt erst recht auf der Seite der Menschen, auf der Seite von Muslimen, Christen wie Juden für einen gerechten Frieden stark zu machen. Bei einer Eskalation kann keiner gewinnen, weder die Beteiligten, noch die Weltengemeinschaft.