Serie von Moscheeübergriffen in Mölln geben Anlass zur Sorge

Knapp zwei Wochen nach dem Stinkbeutelanschlag auf unsere Gemeinde in Mölln, erfolgte am Wochenende ein erneuter Anschlag. Unbekannte ließen einen Hund im Eingangsflur der Moschee urinieren. Vor zwei Wochen wurde an gleicher Stelle ein Stinkbeutel gegen die Eingangstür geschleudert, worin Fleischreste, Farbe und eine stinkende Flüssigkeit vermengt waren.

Die Stadt Mölln verabschiedete am 28. August eine Resolution, worin sie die Angriffe verurteilt und die Solidarität ausdrückt. Hierzu ruft die Stadt Mölln in Abstimmung mit dem Moscheeverband zu einer Solidaritätsveranstaltung am 6. September auf dem Marktplatz in Mölln. Der Bürgermeister von Mölln, Jan Wiegels besuchte nach beiden Anschlägen die Gemeinde und drückte wie viele weitere Vertreter aus Politik und Gesellschaft in und um Mölln seine Solidarität aus. Unter Anderem hat der Landtagspräsident von Schleswig-Holstein, Klaus Schlie den Vorsitzenden der Gemeinde angerufen und seine Bestürzung und Solidarität zum Ausdruck gebracht, wie auch die Vertreter vom Verein „Miteinander Leben“.

Besonders besorgt ist die Gemeinde, weil einige Monate zuvor bereits ein rassistisches Schreiben von außen an das Fenster der Moschee geklebt wurde, worin die Gemeindemitglieder zum Verschwinden aufgefordert werden.

Dazu sagte der Vorsitzender der Möllner Gemeinde Ibrahim Ayhan: „Den ersten Vorfall vor ca. drei Monaten haben wir noch als einmalige Aktion aufgefasst und auch weil wir ein sehr gutes Verhältnis zu unseren Nachbarn in Mölln haben nicht weiter ernst genommen. Die Häufung der Anschläge in den letzten Wochen in Mölln, aber auch bundesweit hat unsere Gemeinde in höchstem Maße irritiert und verunsichert. Wir hoffen, dass der oder die Täter schnellstmöglich gefasst werden und diese Angriffe ein Ende finden.“

Weiterhin dankte der Vorsitzende Ibrahim Ayhan neben dem Bürgermeister auch allen anderen aus Politik und Gesellschaft, die persönlich oder telefonisch ihre Anteilnahme und Solidarität bekundet haben. Der Landtagspräsident Klaus Schlie sowie Vertreter von Kirchen und Vereinen aus Mölln und Umgebung.

Als DITIB Nord hoffen wir, ausgehend von der Serie der Anschläge in Mölln, auch im HInblick auf die bundesweite Häufung der Anschläge auf Moscheen und Muslime, dass diese ein baldiges Ende finden und wir als Muslime uns wieder sicher fühlen können. Hierzu ist es jedoch nötig, dass Muslime wie NIchtmuslime gemeinsam ihre Verantwortung annehmen und sich deutlich gegen Hass und Zwietracht, für Frieden und Akzeptanz in unserer Gesellschaft positionieren.

DITIB Nord