Stellungnahme zum Mordarufruf an Hamed Abdel-Samad

Pressemitteilung vom 10.06.2013:

Mit Bestürzung haben wir den öffentlichen Mordaufruf gegen den Publizisten und Politologen Hamed Abdel-Samad aufgenommen und verurteilen diese aufs Schärfste.

Hamed Abdel-Samad hatte in einer Sendung scharfe Kritik am Islam geübt und behauptet, daß die Spuren des islamischen Faschismus zurück in die Zeit der Eroberung Mekkas durch die Muslime reichen. Eine Äußerung, welche nicht mit historischen Tatsachen vereinbar ist und wir als Vertreter der Muslime in keinster Weise akzeptieren können. Herr Abdel-Samad hat auch in der Vergangenheit provoziert und mit seinen Positionen Muslime und den Islam diskreditiert. Für seine populistische Vorgehensweise verdient er harsche Kritik, welche wir auf geeigneten Plattformen auch vorbringen.

Dennoch darf keine Äußerung als Legitimation für Gewalt und Terror dienen. Wir als DITIB-Nord verurteilen daher die öffentlichen Drohungen gegen Herrn Abdel-Samad. Auch Herr Abdel-Samad hat das Recht auf seine Meinung und auch das Recht, diese kundzutun. Freie Meinungsäußerung ist ein hohes Gut unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung und diese gilt es zu schützen und zu verteidigen.

DITIB-Nord