Viertägiges Frühlingsfest der DITIB-Nord Zentrumsmoschee begeistert tausende Besucher

Die Abschlussveranstaltungen am Sonntag, welche das Viertägige Fest krönten, wurde von dem Europaweiten Fernsehsender Kanal Avrupa live ausgestrahlt. Zwischen 09. und 12. Mai 2013 nahmen die Besucher der DITIB-Nord Zentrumsmoschee Al-Aksa an einem vielfältigen Programm teil. Neben klassischen Elementen eines Frühlings- und Kulturfestes wie kulinarische Köstlichkeiten oder Spiel und Spaß für Kinder und Junggebliebene, war besonders das kulturelle und wissenschaftliche Angebot sowie eine Buchausstellung mit zwei bekannten Autoren als Gastreferenten Anziehungsmagnet für Interessierte.

Sufimusik, Koranrezitationen, Vorträge von Theologen und Autoren, die aus der Türkei extra für das Fest angereist waren sowie eine Podiumsdiskussion der Vorsitzenden der Islamischen Religionsgemeinschaften in Hamburg bildeten das Rahmenprogramm. Insgesamt verfolgten über vier Tage mehrere tausend interessierte die Seminare, Vorträge und Diskussionen. Alle Teilnehmer zeigten sich begeistert von der Angebotsvielfalt und brachten ihre Erwartung zum Ausdruck, diese Form der Veranstaltungen zur Tradition werden zu lassen.

Das Programm begann mit religiösen Vorträgen und Gottesdiensten. Hierbei traten mehrere berühmte Kari (Koranrezitatoren) aus mehreren Ländern auf und bescherten den Zuhörern unvergessliche und emotionale Momente. Großen Anklang fanden die Gäste aus der Türkei, unter ihnen der pensionierte Imam und Müftü Remzi Yavuz, der in den achtziger Jahren als erster Religionsbeauftragter der damals neu gegründeten DITIB-Nord Zentrumsmoschee tätig gewesen war.

Besonders die Pioniere der ersten Generation fühlten sich an den Enthusiasmus der Gründungszeit zurückerinnert und feierten ein Wiedersehen. Die Autorin Nurdan Damla, welche unter anderem auch für ihre Kinderbücher berühmt ist, hielt an insgesamt drei Tagen Vorträge über Bildung und Erziehung.

Hasan Basri Bilgin, Historiker und Romanautor, referierte zu Themen wie Islam und Gesellschaft und diskutierte dabei das Thema Islam in Deutschland. Bei der Abschlussveranstaltung trafen sich die islamischen Religionsgemeinschaften zu einer Podiumsdiskussion über den Staatsvertrag in Hamburg. Im Vorfeld sprach der Generalkonsul der Republik Türkei Devrim Öztürk und betonte, dass dieser Vertrag nur durch die Zusammenarbeit der Muslimischen Verbände erreicht wurde und erinnerte daran, dass mittlerweile auch die Milli Görü? Imame von der Diyanet bekommt.

Der Attachee für Religionsangelegenheiten Zekeriya Bülbül betonte in seiner Rede die Bedeutung solcher Veranstaltungen und zeigte sich erfreut über die Vielfalt der Angebote. Herr Bülbül regte zudem an, in Zukunft auch deutsche Vorträge und Veranstaltungen anzubieten, um so eine bessere Vernetzung mit den Nachbarn und Freunden zu erreichen. Der Vorsitzende der DITIB-Nord Dr. Zekeriya Altug ging in seinem Impulsreferat auf die Notwendigkeit der Erneuerung Islamischer Organisationen ein und erläuterte die strukturellen Veränderungen, welche die DITIB Bundesweit seit 2012 vollzieht. Er betonte die Wichtigkeit der Frauen- und Jugendarbeit und zeigte sich erfreut, dass das Thema Bildung einen immer wichtigeren Platz in den Gemeinden findet. Dr. Altug ging darauf ein, dass die DITIB eine Frauen- und Jugendquote in den Gemeindevorständen eingeführt hat und sich neu positioniert, um den Herausforderungen in Zukunft besser entgegenzutreten. Weiterhin betonte Dr. Altug, dass die DITIB, aber auch andere islamische Religionsgemeinschaften sich nicht nur Zugehörig zu Deutschland fühlen, sondern sich als ein unverzichtbarer Grundpfeiler dieser Gesellschaft sehen und entsprechend handeln. "Muslime sind nicht das Problem, vielmehr sind sie Teil der Lösung. Wir werden uns unserer Verantwortung stellen und stets unseren Beitrag leisten" betonte Dr. Altu?.

Am Podium nahmen Dr. Zekeriya Altu? (Vorsitzender DITIB-Nord), Ramazan Uçar (Vorsitzender BIG) und Mustafa Yolda? (Vorsitzender SCHURA) platz und diskutierten über die Auswirkungen des Hamburger Staatsvertrages mit den Islamischen Religionsgemeinschaften. Hierbei wurde besonders das Thema Religionsunterricht  und die Weiterentwicklung des selben wurde kontrovers erörtert.

Für musikalischen Ausgleich sorgten die 'Hamburg Tasavvuf Musiki Ekibi' (Hamburger Sufi Musik Gruppe) und der Intepret Hadi Öztürk.

Ihr DITIB-Nord Team